Kappabashi hat uns wieder. Dieser weltweit einzigartige Ort mit einer Vielzahl von Geschäften, die sich ausschließlich dem Thema Kochen widmen. Diesmal konzentrieren wir uns auf Fake Food, wie es uns aus den Auslagen vieler Gaststätten in Japan entgegenstrahlt. Plastikfood, täuschend echt gemacht, für Ausländer wie Einheimische ein hilfreicher Hinweis was wo gekocht wird. Sauteuer, wie wir feststellen müssen, aber mit dem großen Vorteil, dass es nahezu ewig frisch bleibt.

Abendessen am Samstag ist eine Herausforderung, wenn man nichts reserviert hat. Besonders in der Kirschblütenzeit, wenn halb Japan unterwegs ist. Wir versuchen es mit Rucca, einer jungen Japanerin, die im Rahmen des Austauschprogramms mit holiday working permit ein Jahr bei uns gearbeitet hat, in Ueno- ein Stadtteil Tokyos. Dort reiht sich ein Lokal an das andere. Viele haben bereits ein Schild „fully booked“ am Eingang. Bei anderen überkreuzt das Personal freundlich die Arme, wenn man eintreten will, was auch nichts anderes bedeutet.

So sind wir am Schluss sehr froh, doch noch einen freien Tisch in einem Izakaya zu ergattern. Einem jener Lokale, wo man meistens für wenig Geld herrlich essen kann. Ohne Plastikfood im Fenster, sondern mit einer roten Laterne als Zeichen, dass man hier gemütlich essen und trinken kann.

Zurück zum Blog